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Die Ausgangsfrage: Wer spielt gleichzeitig?
Auf keiner Feier spielen alle Gäste zur selben Zeit. Als Planungsgröße eignet sich ein Drittel der Gäste, die gleichzeitig an Tischen stehen oder sitzen möchten – direkt nach dem Dinner eher mehr, nach Mitternacht deutlich weniger.
Bei 90 Gästen suchen also rund 30 Personen einen Platz. Ein Roulettetisch nimmt davon zehn bis zwölf auf, ein Blackjack-Tisch sieben, ein Pokertisch neun – Letzterer allerdings für lange Zeit dieselben.
Durchlauf schlägt Kapazität
Wichtiger als die Platzzahl ist, wie schnell Plätze frei werden. Beim Blackjack dauert eine Runde eine Minute, und wer drei Runden gespielt hat, macht oft Platz. Am Pokertisch bleibt dieselbe Gruppe eine Stunde.
Für gemischtes Publikum gilt deshalb: Spiele mit schnellem Wechsel bilden die Basis, Poker ist die Ergänzung. Wer es umgekehrt plant, hat acht glückliche Pokerspieler und eine Schlange am einzigen Roulettetisch.
Richtwerte zum Überschlagen
Bis ca. 50 Gäste: zwei Tische, etwa Roulette und Blackjack. 50 bis 120 Gäste: drei bis vier Tische, davon mindestens zwei mit schnellem Durchlauf. 120 bis 180 Gäste: fünf bis sechs Tische. Darüber: je weitere 30 Gäste ein Tisch, ab vier Tischen mit einer Einsatzleitung, die nicht selbst am Tisch steht.
Das sind Überschlagswerte. Ein Abend mit dreistündigem Dinner braucht weniger Tische als eine Stehparty gleicher Größe, weil die Spielzeit kürzer und konzentrierter ist.
Wann ein zweiter Roulettetisch sinnvoll ist
Roulette ist das beliebteste Spiel bei Einsteigern. Ab etwa 150 Gästen empfehlen wir zwei Roulettetische in verschiedenen Bereichen des Raums statt eines Tisches mit zwei Croupiers – das verteilt die Gäste und entzerrt den Geräuschpegel.
Angaben für eine belastbare Empfehlung
- Erwartete Gästezahl (Zusagen, nicht Einladungen)
- Gesetztes Dinner oder Flying Buffet?
- Länge des Spielfensters in Stunden
- Gibt es parallel Tanz, Show oder Reden?
- Anteil der Gäste, die vermutlich lieber zusehen